Langdock Apps:
Eigene Tools ohne Code
Mit Langdock Apps entsteht aus einer Beschreibung im Chat eine Anwendung mit Oberfläche, eigener Datenbank und KI-Funktionen. Ab 17. November 2026 ist Apps für alle Nutzer eines Workspace sichtbar. In Langdock Core lassen sich Apps mit bis zu 5 Personen teilen, in Langdock Work auch mit Gruppen und dem ganzen Workspace.
Von Dennis Cutraro, Co-Founder und Managing Partner · Stand:
Was Langdock Apps ist und was neu daran ist
Langdock Apps ist ein App-Builder im Chat: Man beschreibt die Anwendung in eigenen Worten und sieht sie rechts daneben entstehen. Wer etwas ändern will, schreibt es einfach dazu. Programmieren muss dafür niemand.
Bislang gab es in Langdock zwei Wege zu einem eigenen Werkzeug: Agenten, die im Chat Fragen beantworten, und HTML-Dateien, die der Chat im Document Editor erzeugt, früher Canvas genannt. Eine solche HTML-Datei hat zwar eine Oberfläche, speichert aber keine Eingaben und kennt nur die Daten, die vorher in den Chat hochgeladen wurden. Sobald sie geschlossen wird, ist der Stand verloren.
Apps schließen diese Lücke. Jede App speichert Eingaben in einer eigenen Datenbank, liest über die Integrationen des Workspace aus Systemen wie SharePoint, Salesforce oder Google Drive und kann KI-Modelle aufrufen, etwa um Anfragen zu sortieren oder Texte zusammenzufassen. Andere Nutzer öffnen eine geteilte App in Langdock wie jedes andere Werkzeug, und zwar mit ihren eigenen Berechtigungen.
Bei Unfuture arbeiten wir seit Oktober als Betatester mit Apps, unter anderem werten wir damit die Bewertungen unserer Academy aus. Die Beispiele weiter unten stammen aus dieser Zeit und aus Workshops mit Kunden.
Wo man Langdock Apps findet
Apps steht in der linken Seitenleiste zwischen Agenten und Workflows. Auf der Apps-Seite finden sich darunter die eigenen und die geteilten Apps.
Fehlt der Eintrag, hat der Admin den Zugang noch nicht freigegeben. Bis 17. November 2026 können Admins Apps zunächst selbst testen oder nur für einzelne Gruppen freischalten. Danach ist der Bereich für alle Nutzer sichtbar, sofern ihn ein Admin nicht abschaltet.

Eine App bauen, Schritt für Schritt
Wer eine App bauen will, braucht neben dem Zugang zu Apps die Berechtigung zum Erstellen, wer sie teilen will, zusätzlich die zum Teilen. Beide vergibt der Admin über die Rollen im Workspace. Wir raten Kunden, das Erstellen breit freizugeben und das Teilen zunächst wenigen Personen zu erlauben. So entstehen viele Entwürfe, geteilt wird aber nur, was jemand geprüft hat.
Was Langdock Apps können und was nicht
Für typische interne Werkzeuge reicht der Funktionsumfang, die Grenzen sind aber klar gezogen: Eine App läuft nur innerhalb von Langdock, und ihr Code bleibt dort.
Bei Integrationen nutzt jede Person in einer App ihre eigene Verbindung und legt selbst fest, welche Aktionen die App darüber ausführen darf. Eine App sieht damit nie mehr Daten, als die Person sehen darf, die sie gerade benutzt. Wer in einem angebundenen System keinen Zugriff auf einen Ordner hat, bekommt dessen Inhalte auch in der App nicht angezeigt.
Geht in der App
Bleibt draußen
Eigene Datenbank
Eingaben bleiben in der App gespeichert, mehrere Personen arbeiten mit demselben Stand.
Apps, Agenten, Workflows und HTML-Dateien: der Unterschied
Die vier Werkzeuge unterscheiden sich vor allem darin, wer sie auslöst und ob Daten erhalten bleiben. Nur Apps verbinden eine eigene Oberfläche mit gespeicherten Daten.
Ein Agent wartet im Chat auf eine Frage oder läuft unter Geplant zu festen Zeiten, etwa als tägliches Briefing. Ein Workflow startet dagegen von selbst und wertet zum Beispiel jeden Montag die eingehenden Angebote aus. In eine App tragen mehrere Personen Daten ein oder schlagen dort etwas nach, und der Stand bleibt erhalten.
Langdock Apps oder Claude Code
Langdock Apps richtet sich an Fachabteilungen, die ein internes Werkzeug brauchen, ohne sich um Technik zu kümmern. Claude Code von Anthropic ist ein Programmier-Agent, der Code in einem eigenen Repository schreibt. Wo und wie die Software läuft, entscheidet und betreibt dann das Team.
Beide erzeugen Software aus einer Beschreibung, und mit beiden lässt sich inzwischen auch ohne Programmierkenntnisse bauen. Der Unterschied liegt in allem, was danach kommt. Eine Langdock-App läuft im Workspace, wo Datenbank, Anmeldung, Rechte, Integrationen und Hosting in der EU schon vorhanden sind. Für die normale Nutzung muss niemand Code schreiben oder lesen. Geprüft werden sollte trotzdem: ob die App richtig rechnet, auf welche Daten sie zugreift und wer für sie verantwortlich ist. Der Code selbst bleibt in Langdock und lässt sich weder bearbeiten noch exportieren.
Claude Code arbeitet im Terminal oder in der Entwicklungsumgebung direkt in einem Repository. Welche Datenbank die App nutzt, wo sie läuft und wie man sich anmeldet, muss das Team selbst entscheiden und einrichten. Jemand muss den Code prüfen, ausliefern und pflegen. Dafür gehört das Ergebnis dem Team und kann jede Schnittstelle ansprechen. Ein eigenes Produkt für Programmier-Agenten, Langdock Code, ist angekündigt, aber noch nicht verfügbar.
Was soll euer Werkzeug können?
Langdock Apps ist die bessere Wahl
Die Fachabteilung beschreibt, Langdock baut, speichert und betreibt die App. Um Datenbank, Hosting und Updates muss sich niemand kümmern.
Was sich mit Langdock Apps bauen lässt
Drei dieser Apps nutzen wir bei Unfuture selbst, drei sind in Projekten und Workshops mit Kunden entstanden. Jeder Prompt lässt sich kopieren und im Chat hinter „Hilf mir, folgende App zu erstellen:“ einsetzen, Angaben in eckigen Klammern durch die eigene Datenquelle ersetzen.
Prompt
Ein Dashboard für Kursbewertungen. Lade Bewertungen und Kommentare aus [Datenquelle, z. B. SharePoint-Liste]. Oben pro Kunde die Zahl der Bewertungen und der Durchschnitt. Darunter eine Tabelle pro Lektion, die schlechtesten zuerst, mit den Kommentaren. Die KI fasst die Kritik je Lektion in einem Satz zusammen und markiert, was mehrfach genannt wird.
Langdock Apps in Core und Work
Langdock Core begrenzt nicht die Zahl der Apps, sondern das Teilen: Jede App erreicht höchstens 5 Personen. Wer eine App einer Gruppe oder dem ganzen Workspace geben will, braucht Langdock Work.
Work kostet für die ersten 50 Lizenzen bei monatlicher Zahlung 10 Euro pro Nutzer und Monat mehr als Core, in den höheren Stufen und bei jährlicher Zahlung weniger. Die vollständige Staffel beider Pläne steht unter Langdock Preise.
Zu Work gehört außerdem Governance, mit der Admins alle Apps, ihre Freigaben und Integrationen in einer Übersicht sehen. In Core ist Governance nur noch bis 1. Januar 2027 enthalten.
Was Admins vor dem Rollout einstellen können
Vor dem Rollout klären wir mit Kunden vier Punkte. Zwei davon sind Einstellungen im Admin-Bereich, zwei sind Absprachen im Unternehmen.
Stichtag 17. November
Ab 17. November 2026 ist Apps für alle sichtbar, sofern der Admin den Bereich unter Products nicht abschaltet oder auf Gruppen beschränkt.
Getrennte Rollen
Erstellen und Teilen sind getrennte Berechtigungen. Damit lässt sich das Bauen breit freigeben und das Teilen auf wenige Personen beschränken.
Daten in Apps
Eine App mit eigener Datenbank ist kleine Software. Welche Daten dort liegen dürfen, legt das Unternehmen fest, nicht die App.
Zuständigkeit je App
Eine geteilte App ändert sich nicht von selbst, wenn sich der Prozess dahinter ändert. Ohne zuständige Person veraltet sie.
Häufige Fragen
Quellen
- docs.langdock.com: Apps
- docs.langdock.com: App erstellen und bearbeiten
- docs.langdock.com: Grenzen und Fehlerbehebung
- docs.langdock.com: Document Editor
- langdock.com: Sicherheit
- langdock.com/pricing: Lizenzen und Preise
Screenshots aus dem Unfuture-Workspace vom 4. November 2026. Die Animation der Anleitung ist nachgebaut.
Autor
Dennis Cutraro ist Co-Founder und Managing Partner von Unfuture. Unfuture ist Langdock Expert Partner und hat Apps und Meetings vor dem Launch als Betatester eingesetzt.
